Theaterfahrt nach Passau: „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams

Larissa Sophie Farr (Stella Kowalski), Katharina Elisabeth Kram (Blanche Du Bois), Katharina Schmirl (Eunice Hubbel). Foto: Peter Litvai. Mit freundlicher Genehmigung des Landestheaters Niederbayern
Julian Ricker (Stanley Kowalski), Steve Hubbel (Stefan Sieh), Alexander Nadler (Pablo Gonzales), Benedikt Schulz (Harold Mitchell). Foto: Peter Litvai. Mit freundlicher Genehmigung des Landestheaters Niederbayern
Katharina Schmirl (Eunice Hubbel), Julian Ricker (Stanley Kowalski). Foto: Peter Litvai. Mit freundlicher Genehmigung des Landestheaters Niederbayern
Katharina Elisabeth Kram (Blanche Du Bois), Benedikt Schulz (Harold Mitchell). Foto: Peter Litvai. Mit freundlicher Genehmigung des Landestheaters Niederbayern

Eine interessante Schultheaterfahrt erlebten die 10. und 11. Klassen des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums Waldkirchen am Montag, den 24. März 2025. In einer speziell für Schulklassen angesetzten Vormittagsvorstellung besuchten die Jugendlichen die Inszenierung von Tennessee Williams’ berühmtem Drama Endstation Sehnsucht in der Redoute in Passau. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Johanna Bahle, Ulrike Gell, Martin Paulus-Spies, Stefanie Nußer und Christian Weishäupl.


Bereits im Vorfeld hatte die Fahrt für Vorfreude gesorgt, da es sich bei Endstation Sehnsucht um eines der bekanntesten Werke der amerikanischen Dramatik handelt. Das Stück, das 1947 uraufgeführt wurde, thematisiert auf intensive Weise den Zerfall eines Menschen in einer für ihn feindlichen Umgebung. Im Mittelpunkt steht die empfindsame und gesellschaftlich gescheiterte Blanche DuBois, die nach dem Verlust des Familienbesitzes zu ihrer Schwester Stella und deren Ehemann Stanley nach New Orleans zieht. Dort trifft sie auf eine Welt, die von rauer Männlichkeit, Gewalt und sozialem Realismus geprägt ist. Blanches Versuche, sich durch Illusionen und Lügen vor der brutalen Realität zu schützen, scheitern letztlich tragisch an Stanleys Brutalität. Am Ende steht ihr vollständiger Zusammenbruch – sie wird in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert.

Die Schülerinnen und Schüler waren überrascht von der emotionalen Wucht des Stücks. Besonders das intensive Spiel der Hauptdarsteller sowie die eindrucksvollen Dialoge wurden von vielen als mitreißend und beklemmend zugleich empfunden. Trotz des sehr schlichten Bühnenbildes gelang es der Inszenierung, die Atmosphäre der Geschichte auf die Bühne zu bringen und das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Auch die begleitenden Lehrkräfte zeigten sich begeistert von der Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler.


Theaterfahrten wie diese haben am JGG Waldkirchen eine lange Tradition und werden von der Fachschaft Deutsch regelmäßig organisiert. Bereits jetzt wird überlegt, welche Stücke für die nächste Exkursion in Frage kommen. Besonders Werke der klassischen und modernen Literatur stehen dabei im Fokus, um den Schülerinnen und Schülern nicht nur ein Theatererlebnis, sondern auch eine tiefere Auseinandersetzung mit literarischen Stoffen zu ermöglichen.

Der Besuch der Redoute war für alle Beteiligten eine eindrucksvolle Erfahrung und zeigte einmal mehr, wie bereichernd der direkte Kontakt mit Schauspielkunst sein kann.