Beim Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in Schonach im Schwarzwald konnte die Langlauf-Mannschaft Mädchen III des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums Waldkirchen einen großen Erfolg feiern. Insgesamt nahmen 633 Sportlerinnen und Sportler in 105 Teams an den Wettbewerben in den Disziplinen Para-Ski-Nordisch, Skispringen, Ski Alpin und Skilanglauf teil.
Für die jungen Wintersportlerinnen des JGG wurde ein Traum wahr. Zusammen mit ihrer betreuenden Lehrkraft, Andreas Langer, reisten sie für fünf Tage in den Schwarzwald, um sich mit den besten Athletinnen Deutschlands zu messen. Sie bezogen ihr Quartier im Skiinternat Furtwangen und genossen nun den Alltag professioneller Leistungssportler bei einem solchen Großereignis, denn vor den zwei Wettkampftagen stand eine große Eröffnungsfeier in Schonach, eine Streckenbesichtigung und Training auf dem Programm. An den freien Nachmittagen holten die Schülerinnen versäumten Schulstoff nach, da das JGG darauf achtet, dass sportliche Wettbewerbe dem Erfolg in der Schule nicht im Wege stehen. Ihre freie Zeit nutzte die Gruppe, um Furtwangen und die umliegenden Berge zu erkunden.
Das Team des JGG ging in der mit insgesamt 150 Teilnehmerinnen am stärksten besetzten Wettkampfklasse Skilanglauf Mädchen III an den Start. In diesem hochklassigen Feld präsentierten sich die Läuferinnen aus Waldkirchen äußerst überzeugend. Bereits im Einzelrennen zeigten sie ihre Stärke. Mit Tamara Garhammer, Hannah Strobl und Valentina Maurer platzierten sich gleich drei Athletinnen des JGG unter den Top 10. Mit 4,7 Sekunden Rückstand auf die Tagesbeste Julia Schuhmann belegte Valentina Maurer den dritten Platz und stand bei der anschließenden Flower-Ceremony auf dem Stockerl.
Auch in der Mannschaftswertung entwickelte sich ein äußerst spannender Wettbewerb: Nach dem ersten Wettkampftag lagen gleich vier Teams dicht beieinander. In Führung ging das Sportgymnasium Oberhof vor der Eliteschule des Wintersports Oberwiesenthal und dem Wintersport-Campus Klingenthal. Das Team des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums Waldkirchen folgte mit weniger als 40 Sekunden Rückstand auf Rang vier.
Am nächsten Wettkampftag gingen beim abschließenden Staffelrennen 45 Dreierteams an den Start. Die Mädchen aus Waldkirchen gaben noch einmal alles. In einem packenden Finale gelang es Schlussläuferin Valentina Maurer, den dritten Platz beim Staffelrennen zu sichern. Damit durfte sich das Johannes-Gutenberg-Gymnasium mit dem Staffelteam JGG1 bei der Siegerehrung erneut über einen Platz auf dem Podest freuen. In der Gesamtwertung blieb es am Ende dennoch mit 38 Sekunden Rückstand bei Rang vier unter den 22 teilnehmenden Schulen. Den Sieg in der Wettkampfklasse sicherte sich die Eliteschule des Wintersports Oberwiesenthal vor dem Sportgymnasium Oberhof und dem Wintersport-Campus Klingenthal.
Besonders bemerkenswert: Die Waldkirchner Mädchen stammen alle aus dem Einzugsgebiet der Schule während bei den drei Erstplatzierten die Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Region an diese Wintersportschulen wechseln, um unter professionellen Bedingungen ihren Sport ausüben zu können. Das JGG profitiert von der Talentschmiede WSV – DJK Rastbüchl. Aus der guten kontinuierlichen Jugendarbeit unter hervorragenden Trainings – und Wettkampfbedingungen gehen regemäßig viele talentierte Sportlerinnen und Sportler hervor, von denen einige das Gymnasium Waldkirchen besuchen. So kann sich das Gymnasium aus dem unteren bayerischen Wald auf Augenhöhe mit der deutschen Langlaufnachwuchs – Elite messen.
Die sieben Sportlerinnen des JGG und Andreas Langer verbrachten eine sportlich erfolgreiche und zugleich erlebnisreiche Woche im Schwarzwald. Nach der großen Abschlussfeier trat das Team die Heimreise an und blickten mit Stolz auf die erzielten Leistungen und die bereichernden Erfahrungen zurück. Für das Johannes-Gutenberg-Gymnasium Waldkirchen ist der vierte Platz beim Bundesfinale ein herausragender Erfolg.
