Genauer betrachtet

Wald-Forest-Forêt-Bosque

Nur ein Wort, das die gleiche Bedeutung hat, oder steckt mehr dahinter? Ob Apotheke, Lebensraum für unzählige Tiere, Zuhause, Nahrungsgeber, Ressourcenquelle oder biologische Klimaanlage… Unsere Wälder haben viel mehr drauf, als man es zuerst vermuten würde! Nur leider werden sie von den wenigsten Menschen – von uns allen – auf die Art und Weise wertgeschätzt, auf die sie es eigentlich verdient hätten.

Wir, die Schülerzeitung, haben uns in diesem Beitrag mit den verschiedensten Themen rund um den „Wald“ befasst. Es wird unter anderem um die besonderen Funktionen unseres Waldes, das Ökosystem und auch um die einzigartigen Eigenschaften gehen – sie können heilen und auch sprechen.

Warum ist unser Wald so wichtig?

Fünf großgewachsene Bäume reichen aus, um genug Sauerstoff für ein ganzes Menschenleben zu produzieren! Für Bäume ist die Luft größtenteils ein Abfallprodukt, das sie bei der Photosynthese erzeugen, aber für uns Menschen ist sie überlebenswichtig.

Wälder sind wahre Staubsauger. Ein einziger Baum absorbiert pro Jahr rund 5 Kilogramm Feinstaub, außerdem werden auch Gase durch ihn gefiltert. Jeder Hektar Wald entzieht der Luft pro Jahr rund 50 Tonnen Schadstoffe. Bäume filtern auch das Grundwasser im Boden, so werden schädliche Gifte und Verunreinigungen aus dem Grundwasser entfernt. Nicht zu vergessen: Rund 30% unserer Erdoberfläche besteht aus Wald. Er entzieht der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid. Die tropischen Regenwälder sind besonders effektive KohlenstoffdioxidVertilger. Die Abholzung dieser führt jedoch zu einem riesigen Problem: Durch den Verlust von Waldfläche dringt mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre. Das wiederrum trägt zum Waldsterben und zum Klimawandel bei. Durch ihre starken Wurzeln sorgen Bäume dafür, dass der Boden wenig abgetragen wird. Dies zeigt sich auch, indem Bäume sich wie ein Schutzschild bei Lawinen und Steinschlägen verhalten. Meist hält der Wald auch bei starkem Wind dagegen und kann uns Menschen so vor Naturkatastrophen schützen.

Natürlich ist der Wald auch immer als Ressourcenquelle für uns da. Holz ist zum Glück ein unendlicher Rohstoff, da man immer wieder neue Bäume pflanzen kann. Aber auch viele Tiere können ohne die Nahrungsangebote und den Schutz des Waldes nicht überleben, wie zum Beispiel Rehe, Füchse oder Eichhörnchen.

Natürlich wachsen im Wald auch viele heilsame Kräuter und Sträucher, die schon seit Jahrhunderten für uns als Medizin dienen. In den tropischen Regenwäldern wachsen sogar Pflanzenarten, aus denen Heilmittel für Krebs gewonnen werden! In der Schweiz wächst zum Beispiel ein antiseptisch und desinfizierend wirkendes Moos.

Heilende Bäume – „Waldbaden“

Bäume sind die geistig am weitesten fortgeschrittenen Lebewesen auf der Erde, die sich ständig in einem meditativen Zustand befinden und deren Sprache verborgene Energie verkörpert. Bäume können dabei helfen, den Energiekanal zu öffnen und Blockaden zu heilen. Eine Beziehung zum Baum ist für beide Seiten von Vorteil und sollte gepflegt werden.

Allein schon der Anblick grüner Waldfläche wirkt entspannend auf uns, das bestätigt auch die Wissenschaft. Zwitschernde Vögel oder das Rascheln von Blättern stimuliert Teile unseres Nervensystems, die für Erholung sorgen. Auch die frische Waldluft kann unser Immunsystem immens stärken und sogar vor chronischen Krankheiten schützen sowie Stress reduzieren und dadurch den Blutdruck senken. Viele sprechen vom so genannten „Waldbaden“. Hier verbinden sich die Personen mit der speziellen Energie des Waldes, indem sie mit all ihren Sinnen die Atmosphäre bewusst fühlen, spüren, hören, sehen und auch mental wahrnehmen. Dabei ist es nicht notwendig, sich beim Aufenthalt im Wald körperlich anzustrengen oder sportlich zu wandern, denn schon ein gemütlicher Spaziergang im Wald wird bei den Japanern als „Shinrin-yoku“ also „Wald – baden“ bezeichnet.

Man kann wirklich dankbar sein für diese Unterstützung des Waldes!

Schlaue Bäume: Haben sie eine eigene Sprache?

Bäume haben zwar keine Stimme, wie wir Menschen, dennoch können sie miteinander kommunizieren. Das machen sie durch verschiedene Gerüche, die der Wind verteilt. Die Wurzeln sind wie Telefonleitungen oder das Internet, womit sich Bäume gegenseitig vor Fressfeinden oder anderen Gefahren warnen können. Für Bäume ist das in manchen Situationen sehr hilfreich: Wenn zum Beispiel eine Raupe anfängt, an einer Buche zu knabbern, stellt dieser Baum eine Art Flüssigkeit her, die der Raupe den Hunger verdirbt. Andere Bäume werden durch jenen Duftstoff vorgewarnt. Bäume haben weder ein Gehirn noch Sinnesorgane, aber sind dennoch in der Lage zu sehen, riechen, schmecken, fühlen und hören. Was für eine geniale Erfindung!

Wissenschaftler glauben sogar, dass Bäume, Pilze und andere Pflanzen ein soziales Leben führen. Bäume sind also viel komplexer, als man annimmt!

Müll im Wald-Natürlich künstlich!?

Taschentücher, Getränkedosen, aber auch Kühlschränke – All diese Dinge, die man normalerweise nur im Haushalt finden sollte, sind mittlerweile auch in unseren Wäldern zur Normalität geworden. Manchen ist es egal, welche Risiken das mit sich bringt. Sie behandeln deshalb unsere Lebensquelle als einzige, große Müllhalde.  Unsere Umwelt muss enorm darunter leiden.

Doch das betrifft uns Menschen ja nicht, oder doch?

Müll im Wald entsorgen, kann zu Geldstrafen von mindestens 800 Euro führen. In den schlimmsten Fällen kommt es sogar zu Freiheitsstrafen. Dieser stinkende Abfall schadet unserer Gesundheit und wird erst recht gefährlich, wenn er unser Grundwasser verseucht. Natürlich sterben auch Millionen von Tiere wegen unseres Verhaltens der Umwelt gegenüber an Erstickung oder Vergiftung durch Nahrungsaufnahme. Nicht jeder Abfall verrottet schnell. Bei einem Kaugummi kann es schon bis zu 5 Jahre dauern. Deswegen ist es nicht gerade überraschend, dass eine Plastikflasche 450 Jahre oder mehr braucht, um vollständig zersetzt zu werden. Das sind mehr als fünfeinhalb durchschnittliche Menschenleben!

Auch Gartenabfälle können schädlich sein und deren Entsorgung strafbar, denn sie überdüngen nicht nur den Boden, sondern zerstören die Pflanzen und Bäume in diesem Gebiet. Muss das denn sein? Sollten wir uns nicht dafür schämen?! Wir sollten vielleicht etwas dagegen tun, wie zum Beispiel bei Spaziergängen Abfall mitnehmen (Plogging), eigene Verpackungen verwenden oder auf verpackungsarme Dinge im Alltag achten.

Muss das denn sein? Sollten wir uns nicht dafür schämen?!

Wir sollten vielleicht etwas dagegen tun, wie zum Beispiel bei Spaziergängen Abfall mitnehmen (Plogging), eigene Verpackungen verwenden oder auf verpackungsarme Dinge im Alltag achten.

Jugendliche im Wald – Junior Rangers

In vielen Nationalparks, Schutzgebieten, und Naturreservaten engagieren sich immer mehr Kinder und Jugendliche als Junior Rangers.

Junior Ranger sind Naturschützer, die mit ihrem Engagement einen wesentlichen Beitrag zum Naturschutz leisten wollen. Sie forschen im Wald nach Missständen und Problemfeldern, um sie dann gemeinsam anzugehen. Das heutzutage als Bildungsangebot geltende Jugendprogramm, wurde 1998 zum ersten Mal für Kinder ab 6 Jahren angeboten. Im Nationalpark Bayerischer Wald, kann man sich als Junior Ranger bewerben, um sich in den verschiedensten Bereichen rund um den Nationalpark ausbilden zu lassen.

Bäume in der Mythologie

Überall auf der Erde werden Bäume als heiliges Symbol in verschiedenen Religionen verwendet. Dabei werden auch diese angebetet. Die Hindus in Indien verehren z. B. Feigenbäume. In anderen Glaubensrichtungen sind Eichen ein Heiligtum der Gläubigen. Das Kreuz Jesu stellt den Baum des Lebens dar, der mit dem Baum der Weisheit im Paradies wachsen solle.

In Skandinavien ist die Yoggdrasil, eine mächtige Esche, das Element, das Himmel und Hölle verbindet. In ihr wohnen Fabeltiere und Riesen. Sie gilt als Hort des Wissens: Odin, der höchste Gott, trank aus der Quelle an der Wurzel der Esche und erhielt so seine Weisheit.

Der Yoga-Baum und seine Wirkung

Bestimmt hast du diese Übung schon einmal gesehen oder davon gehört. Der Yogis sprechen von Vrksasana -einer Anfängerübung, die dein Gleichgewicht stärkt. Die Verankerung mit dem Boden und die sinnbildliche Stärke eines Baumes werden hier ausgedrückt und somit die Fähigkeit zur Entspannung und Konzentration gefördert.

Zudem erweitert diese Übung den Brustkorb und unterstützt eine tiefe, ruhige Atmung.

Christbaum – die Bedeutung des Nadelbaumes in der Religion

Plätzchen, Kerzen, Strohsterne, Zimtduft,… Weihnachtszeit. Nicht zu vergessen der Christbaum!

Überall können Sie bewundert werden. Meist sind es Tannen, die in ein prachtvolles Wunderwerk verwandelt werden. Die ersten Weihnachtsbäume gab es bereits schon im Mittelalter. Damals konnten sich nur die reichen Menschen einen ganzen, geschmückten Baum leisten. Die restliche Bevölkerung begnügte sich mit grünen Tannenzweigen. Warum es Weihnachtsbäume gibt, hängt auch viel mit ihrer Farbe zusammen. Weihnachtsbäume sind grün. Nach altem Aberglauben hofften die Menschen, sich durch den immergrünen Baum, auch Gesundheit ins Haus zu holen. Gleichzeitig wurden böse Geister vertrieben. Der Brauch hatte besonders zum Jahreswechsel Tradition. Und irgendwann kamen die Menschen auf den Gedanken, sich mit dem Baum, auch das Weihnachtsfest zu verschönern. Die immergrünen Weihnachtsbäume wurden herausgeputzt und geschmückt mit Leckereien. Nach dem Weihnachtsfest durften die Kinder die dann Weihnachtsbäume plündern. Darum gibt es bis heute Weihnachtsbäume.

Frohe Weihnachten wünscht EUCH das Schülerzeitungsteam!!