Vielfältige Angebote in der letzten Schulwoche

Von einkehrender Ferienstimmung war am JGG in der letzten Schulwoche nicht wirklich was zu spüren – im Gegenteil: Bei der erstmals in dieser Form durchge­führten Aktionswoche widmeten sich die Schüler unabhängig von Klassen­zugehörigkeit und Stunden­plan verschiedenen Projekten, bei denen sie sich kreativ im Sinne ganz­heitlichen Lernens einbringen konnten.

Eingeleitet wurde die Woche mit einem Fahrten- und Exkursionstag, bei dem alle Klassen in enger Anbindung an den Lehrplan eines ausgewählten Faches eine unterrichtsbezogene Exkursion unternahmen und dadurch einen im zurückliegenden Schuljahr Themenbereich vertieften. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch der Synagoge in Straubing, bei dem sich die Neunt­klässler mit jüdischen Leben in Deutschland in Vergangenheit und Gegenwart beschäftigten, Geo­caching im Nationalpark oder der Besuch eines Biobauernhofs im Rahmen des Geographieunterrichts der Jahrgangsstufe 5, die Erkundung der Veste Oberhaus in Passau oder einer Moschee in Deggen­dorf (7. Klasse), des Keltendorfs „Gabreta“ (6. Klasse) oder des „Haus am Strom“ in Jochenstein (8. Klasse).

Aktion „Schulhausgestaltung“: Eine Künstlergruppe um Oberstudienrätin Sonja Högen-Lange wertete den Eingangsbereich des Gymnasiums künstlerisch auf.

Bei den sich anschließenden Projekttagen durften sich die Schüler je nach Interessenslage für angebotene Aktionen einschreiben. Anmeldung und Koordination der Aktionen liefen ausschließlich  über das von Kultusministerium konzipierte Internetportal „mebis“, dessen Benutzung in Laufe des zurückliegenden Schuljahres am JGG besonders intensiviert wurde. Das Aktionsangebot selbst war sehr vielfältig: Während die einen ein 3D-Reliefprofil des afrikanischen Kontinents erstellten, widmeten sich andere dem Filzen, Batiken oder Häkeln von Boshi-Mützen, nahmen an einem Lötkurs teil, kreierten Pralinen oder Himbeeressig, unternahmen Kräuterwanderungen rund um Waldkirchen, absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs oder lernten Italienisch für den Urlaub. Besonders gefragt waren die Mountainbike-Touren, aber auch andere sportliche Angebote wie Hiphop-Dance. Auf dem Programm standen außerdem Fußball- und Völkerball-Turniere, „Schafkopf für Einsteiger“ sowie ein englisches Theater.

„Aktion junge Fahrer“: An einem Pkw-Simulator konnten die Neunt- und Zehntklässler nicht nur ihre Reaktionsfähigkeit testen, sondern auch ein Gespür dafür bekommen, wie es ist, hinterm Steuer zu sitzen.

Ein besonderes Highlight wartete auf die Neunt- und Zehntklässler, die sich in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht Freyung-Grafenau e.V. bzw. deren 1. Vorsitzenden Günter Obermüller einem Verkehrssicherheitstraining unterzogen. Das hierbei durchgeführte Aktionsprogramm „Aktion junge Fahrer“ der Deutschen Verkehrswacht, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird, legte seine Schwerpunkte auf Ablenkung im Straßenverkehr, Alkohol und Drogen und Begleitetes Fahren und wandte sich damit besonders an die Jugendlichen, die ja in den nächsten Jahren Führerscheine für Krafträder oder den PKW erwerben. Im Rahmen von Vorträgen, Gruppenarbeiten und einem Ketcarsparcours wurden zudem Themen wie Ablenkung durch Handy problematisiert und verschiedene Aktionselemente wie Rauschbrillenparcours, PKW- und Motorradsimulator, Reaktions- und Sehtests angeboten. Die rundum motivierten Schüler konnten im Zuge der Aktion an einem Preisausschreiben teilnehmen und hier auch noch schöne Preise gewinnen. Die JGG-Schulgemeinschaft war rundum zufrieden mit dem Verlauf der Aktionswoche, die deutlich machte, mit welcher großer Energie und Freude am JGG bis zum letzten Schultag gearbeitet wurde, bevor die Schüler in die wohlverdienten Sommerferien verabschiedet wurden.

Filzen statt Pauken hieß es für eine Schülergruppe im Rahmen der Aktionswoche. Bei dem Workshop entstand unter Anleitung der Studienrätinnen Johanna Heindl (M.) und Susanne Mimmi (li.) trotz sommerlicher Temperaturen ein breites Sortiment von Nikolausstiefeln bis Filzpantoffeln.