Vernetzungs­treffen der Fairtrade-Schools

Der Einsatz für den fairen Handel hat sich, dank der umtriebigen Arbeit des „Befair-Teams“, als wichtiger Markenkern im Schulprofil des JGG entwickelt. Damit die engagierte Schülergruppe auch im nächsten Schuljahr wieder neue Ideen umsetzen kann, nahmen acht Schülerinnen gemeinsam mit Oberstudienrätin Birgit Süßke abermals am Vernetzungstreffen der bayerischen Fairtrade-Schools ins Augsburg teil.

Das besondere Highlight in diesem Jahr: Die „Fair Handels Messe Bayern“, deren Besuch mit der Tagesexkursion nach Augsburg verbunden ist, wurde von Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth eröffnet, die anschließend auch für Gespräche zur Verfügung stand. In ihrer Rede betonte die Politikerin die herausragende Bedeutung des fairen Handels als unmittelbare Hilfe für Menschen in Entwicklungsländern, die so wieder eine Lebensperspektive in ihrer Heimat erhalten. Roth warb auch um Unterstützung für Bundesminister Gerd Müller, zuständig für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, der mit seiner Forderung nach Steuererlass für fair gehandelten Kaffee einen wichtigen Schritt gehe.

Im Fokus des Interesses der JGG-Gruppe stand heuer vor allem das Angebot an fair gehandelten Fußbällen. Das Befair-Team hat für das JGG wieder zwei faire Bälle gekauft, die im Sportunterricht verwendet werden. Außerdem besorgte man reichlich Informationsmaterial für die Stadt Waldkirchen und die örtlichen Sportgeschäfte, zumal im Zuge der Bewerbung der Stadt um den Titel „Fairtrade town“ die Einführung fairer Fußbälle mit der Aufschrift „Waldkirchen spielt fair“ geplant ist. Darüber hinaus konnten die JGG-Schüler beim Augsburger Vernetzungstreffen auch an verschie­denen Workshops zu Fragen des fairen Handels teilnehmen, etwa wie die Lieferkette öko-fair gehandelter Schokomilch aussieht, welche Stationen ein T-Shirt auf seiner Weltreise macht und wie Palmöl hergestellt wird. Mit vielen neuen Ideen und Impulsen, welche das Befair-Team in seinem Einsatz um den fairen Handel bestärkt haben, trat die JGG-Gruppe schließlich die Rückfahrt nach Waldkirchen an, wobei im Zug gleich geplant wurde, was man in nächsten Jahr an der Schule so alles umsetzen möchte.