Reverend Father Stefan Hippler am JGG

Besuch aus Südafrika erhielten die Acht- und Elftklässler des JGG: Reverend Father Stefan Hippler, gebürtig aus Rheinland-Pfalz und seit über zwei Jahrzehnten als katholischer Seelsorger in Kapstadt tätig, referierte im Rahmen des Geographie-Unterrichts zum Thema „Hoffnung am Kap – Arbeiten auf der Schattenseite Südafrikas im Bereich HIV und Armut“. Den Kontakt stellte Oberstudienrätin Birgit Süßke her, die am JGG das Fairtrade-Team betreut und den Seelsorger im Juni 2018 beim Vernetzungstreffen der Fair Trade Schools in Augsburg kennengelernt hatte und dabei spontan für einen Vortrag gewinnen konnte.

Stefan Hippler, der von 1997 bis 2009 Pfarrer der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Kapstadt gewesen war, anschließend als Missionspriester mit dem Arbeitsbereich HIV/AIDS für das dortige Erzbistum tätig war und heute sein Non-Profit-Projekt „Hope Cape Town Trust“ leitet, gab zunächst einen Einblick in das Leben in einem Township Kapstadts anhand eines kommentierten Kurzvideos. Er fokussierte dabei vor allem den Kinderalltag in den Armenvierteln. Die Folgen der Apartheid, aber auch der Fußball-WM 2010 seien mitunter als Ursache für die dortige Armut und deren soziale Folgen zu sehen, darunter AIDS, massive Gewaltbereitschaft, Menschenhandel und organisierte Kriminalität.   

Hippler habe sein Projekt HOPE gegründet, um das unermessliche Leid – besonders von Kindern – in Südafrika zu lindern und die Krankheit AIDS einzudämmen. Seit ihrer Gründung im Oktober 2001 bemüht sich diese gemeinnützige Hilfsorganisation, die medizinische Versorgung sowie eine intensive soziale Betreuung nachhaltig zu sichern, um so die Lebensqualität von Kindern und Familien zu verbessern, die von HIV und Armut betroffen sind und unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben müssen. Die JGG-Schüler waren von diesen reichlich illustrierten und mit vielen eigenen Erlebnissen bereicherten Vortrag, der die Schattenseite Südafrikas jenseits von Safaris und Luxuslodges der Touristen zeigte, sowohl fasziniert als auch tief betroffen. Dies gilt insbesondere auch für Hipplers Vision: „Mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander, Hilfe für die, die sich nicht selbst helfen können und niemals aufgeben!“

Gab am JGG faszinierende und bewegende Einblicke in die Probleme Südafrikas: Pfarrer Stefan Hippler aus Kapstadt, den Oberstudienrätin Birgit Süßke für einen Schülervortrag gewinnen konnte.