Highlight zum Jahres­ende: Weihnachts­konzert am JGG

Traditionell setzt das Weihnachtskonzert den Schlussakkord eines ereignisreichen Kalenderjahres voller schulischer Aktivitäten und Höhepunkte. Einmal mehr haben die Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen, egal ob im Chor, in verschiedenen Ensembles oder als Solisten, auf eindrucksvolle Weise bewiesen, welch großartiges Potential in ihnen steckt. Für das passende Ambiente sorgte abermals die adventlich geschmückte Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul, die Stadtpfarrer Bruno Pöppel für das Konzert zur Verfügung stellte.

Schulleiterin Josefa Stamm, verriet, dass für sie das Weihnachtskonzert zu den besonderen Highlights eines Schuljahres gehöre. Die unvermeidliche Beeinträchtigung des normalen Unterrichtsbetriebs, bedingt durch intensive Probetage, nehme die Schulfamilie gerne in Kauf, wisse man doch bereits im Vorhinein, dass am Ende ein großartiges Ergebnis stehen werde. Hohe Vorschusslorbeeren also für die jungen Musiker – und diese enttäuschen natürlich nicht. Im Gegenteil: Am Ende des gut eineinhalbstündigen Konzerts gab es minutenlangen Beifall. Zudem machte das Weihnachtskonzert, an dem viele Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe beteiligt waren, deutlich, dass die musikalische Förderung, welche das JGG durch das Angebot der Instrumentalklasse, eines Gesangsunterrichts und diversen Wahlkursen im musikalischen Bereich bietet, eindrucksvoll Früchte zeigt.

Die JGG-Musiker mit Oberstudienrat Thomas Gabriel und Studienrätin Gudrun Preinfalk an der Spitze hatten wieder ein anspruchsvolles Programm einstudiert, die schuleigene Technik-Crew sorgte in bewährter Manier für die passenden illuminativen Effekte. Der musikalische Reigen spannte einen weiten Bogen und verband dabei Heimeliges und Vertrautes mit amerikanischen Christmas-Rhythmen sowie Barock-Lateinisches mit englischem Slowrock.

Für den musikalischen Auftakt sorgte traditionell das von Oliver Lakota dirigierte Bläserensemble, dieses Jahr überwiegend mit Schülern der Unter- und Mittelstufe, welche die wohlbekannten Klänge aus Beethoven neunter Sinfonie unter dem Titel „Joyful, Joyful“ interpretierten. Anschließend füllten die 93 Schülerinnen und Schüler der vier fünften Klassen mit „Advent is a Leuchtn“ und „Feliz Navidad“ die Stufen zum Altar, unterstützt von einigen Mitschülern auf Flöte und Gitarre. Das von Silvia Denk geleitete Querflötenensemble kombinierte in zwei Stücken Tradition und Moderne, 7d-Schülerin Antonia Höpfl sorgte als Vokalsolistin für Gänsehautmomente. Schüler der Oberstufe setzten diese Stimmung fort, als sie mit dem von Thomas Gabriel feinfühlig arrangierten Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ das Kirchenschiff füllten.

Der Gudrun Preinfalk geleitete Unterstufenchor kombinierte Lateinisches („Gaudeamus hodie“) mit Südafrika („Si ya hamba“), richtig traditionell-klassisch wurde es dann beim Bläserensemble (unter anderem mit „Es ist ein Ros entsprungen“) und dem Kammerchor, wobei Tamara Altendorfer (10c) und Moritz Probst (Q11) mit Soloparts glänzten. Einen zentralen Platz auf der musikalischen Bühne des JGG hat stets das – nach dem Ausscheiden einiger Oberstufenschüler nun deutlich verjüngte – Männerensemble. Gemeinsam mit Thomas Gabriel stimmte es zunächst die alte englische Weise „God rest ye merry Gentlemen“ an, bevor es mit „As I went to Bethlehem“ dann so richtig rhythmisch wurde.

Nach dem Auftritt des Kammerorchesters – auch hier standen Tradition und Moderne auf dem Programm – und des Blechbläserquartetts (Sabrina Göttl, 10c, und Luca Fürlinger, Q12, an der Trompete, die beiden Q11-Schüler Moritz Probst und Bastian Breit an der Posaune) leitete der „Große JGG-Chor“ das Konzertfinale ein. Über hundert Schüler der Mittel- und Oberstufe standen dazu vor dem Altar der Kirche und kündeten mit „Ihr Hirten erwacht“ und „Puer nobis nascitur“ die Geburt des Christuskindes an. Dem verlieh sodann das Orchester mit einem Largo aus der Feder das Barock-Virtuosen Händel und dem dynamischen „Let it snow“ besonderen Ausdruck, bevor es Chor und Orchester zusammen mit „Waiting for Bethlehem’s light“ und „Child oft he promise“ Weihnacht werden ließen. Und weil der Schlussapplaus gar nicht mehr enden wollte, stimmte das Männerensemble als Zugabe das altbekannte bairisch-alpenländische Mundartlied „Kimm schö hoamlig die Nocht“ an.

Weit über hundert Schüler füllten die Stufen zum Altar, als Oberstudienrat Thomas Gabriel zum Konzertfinale Schulchor und Orchester dirigierte.

Moritz Probst und Tamara Altendorfer (Mitte) beeindruckten während des Kammerchor-Auftritts mit Soloparts zum Stück „Christmas angel“.

Luca Fürlinger (Q12, Mitte) gab beim Auftritt des Bläserensembles auf der Trompete den Ton an.

Auch die „Kleinen“ waren eifrig mit dabei, so wie hier beim Auftritt des von Gudrun Preinfalk geleiteten Chors der fünften Klassen.

Silvia Denk dirigierte das von Lilian Fürlinger am Cello verstärkte Querflötenensemble.