Fairtrade School: Offizielle Feierstunde am JGG

Es war am Johannes-Gutenberg-Gymnasium (JGG) sicherlich einer der Höhepunkte im allmählich zur Neige gehenden Schuljahr: zuerst die hochspannende Abstimmung und schließlich der verdiente Gewinn des Publikumspreises im Rahmen des „Fairtrade Awards 2018“. Nun wurde das Befair-Team der Schule, das mit der Konzeption des Projekts „Waldkirchner Stadtschokolade“ den Grundstein dieser „fairen Erfolgsgeschichte“ legte, im Rahmen einer offiziellen Feierstunde durch Schule, Stadt und Landkreis für sein Engagement ausgezeichnet.

Mit den Worten „Dieser Abend gehört dem Befair-Team, unseren Schülern“ eröffnete JGG-Schulleiterin Josefa Stamm nicht ohne Stolz die Veranstaltung, zu der sie neben zahlreichen Schülern, Eltern und Kollegen mit Bürgermeister Heinz Pollak, der stellvertretenden Landrätin Renate Cerny, Hedy Kunze stellvertretend für „Waldkirchen PLUS“, dem Ehepaar Miggisch vom örtlichen REWE-Markt sowie Gerhard Wimmer von „Wimmer Wohnkollektionen“ auch die beteiligten Projektpartner aus Politik und Wirtschaft begrüßen konnte. MdL Alexander Muthmann hatte den Schülern vorab bereits schriftlich zu diesem „vorbildlichen Engagement mit Blick auf die ökologischen und sozialen Herausforderungen“ gratuliert, wie die Schulleiterin mitteilte.

Auch Stadtoberhaupt Pollak und Landrats-Stellvertreterin Cerny unterstrichen in ihren Grußworten, wie stolz das Gymnasium auf seine Schüler sein könne. Der faire Handel, dem sich das Befair-Team verschrieben hat, gelte als Vorbild für eine bessere Weltordnung, so Cerny. Bürgermeister Heinz Pollak bekannte, dass der Finaltag der Online-Abstimmung um den Publikumspreis auch für ihn persönlich „sehr, sehr aufregend“ gewesen sei. Sehr gerne habe er das Projekt „Faire Stadtschokolade“ aufgegriffen und beim Stadtrat um Unterstützung geworben, insbesondere auch wegen der Idee, dass pro Sortiment durch „Plant for the planet“ in Mexiko ein Baum gepflanzt werde: „Wir Waldkirchner wurden in den letzten zwei Jahren von heftigen Unwettern heimgesucht und wissen deshalb um die Bedeutung von ökologischer Nachhaltigkeit in Anbetracht des Klimawandels.“ Und weil so viel Schülerengagement honoriert werden müsse, lud Pollak die Befair-Crew zu Eis oder Pizza ein.

Nach den Grußworten der Ehrengäste waren die Schüler an der Reihe: Gemeinsam mit Studienrätin Maria Kölbl, welche das Fairtrade-Engagement des JGG vor drei Jahren in die Wege leitete, stellten die 19 „fairen“ Schülerinnen den Weg von der Entstehung der Projektidee „Stadtschokolade“, von der zwischenzeitlich 24000 Tafeln verkauft wurden, über die Dreharbeiten für das ZDF-Format „Logo!“ und die Bewerbung um den Publikumspreis bis hin zum Online-Voting zu Jahresbeginn und schließlich der Auszeichnungsfeier im Rahmen eines Gala-Abends in Berlin vor. Ihr besonderer Dank galt Oberstudienrätin Birgit Süßke, die das Schülerteam mit viel Herzblut leitet und ob der Dimension des Projekts manch schlaflose Nacht auf sich nahm. Am Ende der Präsentation wurde allen externen Partnern eine fair gehandelte Rose überreicht. Oberstudienrätin Süßke hob an dieser Stelle ganz besonders die Unterstützung der örtlichen Politik und Wirtschaft hervor, die allen voran deshalb nötig war, da die Schule zwar Ideen liefern und in die Tat umsetzen, jedoch niemals den Vertrieb von über 20.000 Tafeln Schokolade leisten kann.

In Anschluss an den offiziellen Teil, den die Fünftklässlerin Giulia Fioranti auf hervorragende Art und Weise auf dem Klavier umrahmte, lud das Befair-Team zu einem „fairen Buffet und Umtrunk“ ein. Beim gemütlichen Beisammensein kam vor allem die Frage auf, wann denn die nächste Auflage der „Waldkirchner Stadtschokolade“ in den Verkaufsregalen liege. Im Herbst, so Birgit Süßke, soll es so weit sein. Die Motive für die Verpackung sind schon erstellt und konnten in der JGG-Aula im Großformat besichtigt werden.

Oberstudienrätin Birgit Süßke (l.), die gemeinsam mit Schulleiterin Josefa Stamm (r.) durch den Abend führte, war bei der Auszeichnungsfeier sichtlich erleichtert, lastet auf ihr doch die Hauptverantwortung für das sicherlich nicht alltägliche Schülerprojekt.