Eintauchen in die Welt der Römer

Die Welt der Römer stand für die Fünftklässler des JGG einem Vormittag lang auf dem Stundenplan. Zu ihrer Zeitreise in die Antike wurden sie von den Schülerinnen und Schülern des Projekt-Seminars Latein in der zu einem römischen Forum umgestalteten Aula empfangen. Um ein authentisches Erlebnis zu ermöglichen,  trugen nicht nur die Zwölftklässler Toga oder Tunika, sondern sie hatten diese auch für alle Fünftklässler geschneidert. 

Das P-Seminar Latein unter Leitung von Oberstudienrätin Dr. Gabriele Schwarzweller-Madl hatte weder Kosten noch Mühen gescheut, um einen perfekten Römertag für die jüngeren Mitschüler auf die Beine zu stellen. An verschiedenen Stationen wartete auf die Kinder Wissenswertes und Lustiges:  Sie konnten sich mit römischen Spielen vergnügen, indem sie ihre Geschicklichkeit mit der schiefen Ebene sowie dem Deltaspiel testeten und bei zwei Quizspielen Rüstungsteile und römische Götter den lateinischen oder deutschen Begriffen zuordneten.

An der zweiten Station erwartete die Besucher ein selbstgebautes Modell des Kolosseums, an dem ein kurzer Vortrag Wissenswertes zu diesem bekannten Gebäude und den darin abgehaltenen Spielen vermittelte. Ein schriftliches Quiz im Anschluss brachte zutage, ob man das Gehörte verstanden und behalten hatte.

Natürlich gab es bei allen Wettbewerben auch eine kleine süße Belohnung als Ansporn – allerdings nicht Honig und Nüsse, die Süßigkeiten der Römer, sondern modernes Naschwerk aus fairem Handel.


Auch die römischen Vorläufer von WhatsApp und Co. durften getestet werden: Mit viel Spaß ritzten die Kinder Nachrichten in Wachstäfelchen ein.  

Dass die Römer Nachrichten nicht per Facebook oder WhatsApp übermittelten, war schon vor diesem Vormittag klar, aber nicht jede(r) wusste, dass sie dafür mit Wachs gefüllte Holztäfelchen benutzten. So war es für die Besucher des Römertages spannend, das Einritzen von Botschaften auszuprobieren und sich mit dem eigenen Namen auf einem Klassentäfelchen zu verewigen.

Besonders lustig ging es an der Fotowand zu: Wahlweise ließ man sich als Caesar oder Obelix fotografieren. Um die beiden Protagonisten herum gruppierte sich die ganze Klasse im römischen Outfit zum Gruppenfoto.

Dank des großzügigen Sponsorings konnten alle Kinder nicht nur ihr Foto als Andenken mitnehmen, sondern auch ein hochwertiges Rätselheft, mit dem sie sich an der fünften Station beschäftigten.  Es enthält viel mehr anregende Knobeleien und Denksportaufgaben, mit denen sogar erste Lateinwörter erschlossen und gelernt werden, als in diesen Unterrichtsstunden gelöst werden konnten. Deshalb wurde es mit nach Hause genommen und soll noch lange an die fröhliche und  interessante Begegnung mit der römischen Alltagswelt erinnern und zu weiterer Beschäftigung anregen. Die Regie dieser Zeitreise lag ganz in Händen der Teilnehmer des P-Seminars, sodass JGG-Schulleiterin Josefa Stamm ein „absolut gelungenes Peer-Teaching“ würden konnte.  Aber nicht nur die jüngeren Schülerinnen und Schüler dürften davon profitiert haben, dass sie von Mitschülerinnen und Mitschülern der Q12 auf die Zeitreise begleitet wurden, sondern gerade auch letztere selbst. Sie haben sich in der langen Vorbereitungszeit unter Anleitung ihrer Lehrkraft Dr. Gabriele Schwarzweller-Madl nicht nur vertieft mit der römischen Antike auseinandergesetzt, sich viele Gedanken zur didaktischen Umsetzung gemacht und den Kontakt mit Firmen hergestellt, mit deren Hilfe die Projekte realisiert und finanziell unterstützt wurden, sondern an diesem Vormittag auch erste eigene pädagogische Erfahrungen sammeln können. Die damit erzielten Erfolgserlebnisse und die nachhaltige Bereicherung des Schullebens mit den Neuanschaffungen dürfte diesen Einsatz durchaus gerechtfertigt haben.

Gelungener Römertag am JGG: Das P-Seminar Latein unter Leitung von Dr. Gabriele Schwarzweller-Madl (hinten Mitte) ließ die Schüler der 5. Klassen in die Welt der Antike eintauchen – natürlich perfekt ausgestattet mit Toga, Tunika und weiterem Equipment.

Ein großer Dank gilt den Firmen Foto Hintermann, Modehaus Garhammer, „Kern Der Beschrifter“ und der Sparkasse Freyung-Grafenau sowie Frau Aigner, Herrn Bableck, Frau Kronbauer und Herrn Seidl für die überaus große Unterstützung.