Auf nach Frankreich!

Der neue Schüleraustausch mit dem französischen Gymnasium „Notre Dame“ führte Schüler der neunten Klassen des JGG nach Le Mans, das eine gute Stunde westlich von Paris liegt. Da die Austauschpartner schon im März zu Besuch in Waldkirchen gewesen waren, kannten sich die Jugendlichen bereits und freuten sich auf ein Wiedersehen in Frankreich.

Gemeinsam mit einer Schülergruppe des Adalbert-Stifter-Gymnasiums Passau und den Französischlehrerinnen Ulrike Woipich (ASG) und Dr. Nadiane Kreipl ging es mit dem Reisebus los nach Frankreich. Das Wetter zeigte sich bei der Ankunft von seiner besten Seite und so verbrachten die Schüler ein sonniges Wochenende in den Gastfamilien. Am Montag der Austauschwoche stand ein Ausflug in die Küstenstadt Saint Malo in der Bretagne auf dem Programm. Dabei lockte ein Spaziergang auf der Stadtmauer und am Strand.

An den darauffolgenden Tagen lernten die Schüler das französische Schulsystem kennen. In der Partnerschule, dem im Zentrum von Le Mans gelegenen Gymnasium „Notre Dame“, nahmen die Schüler von 8 bis 18 Uhr am Unterricht teil und stellten hinterher fest: „Die Schultage sind in Frankreich viel anstrengender!“ Kein Wunder, die täglichen Schulzeiten sind bedeutend länger als bei uns. Ein Highlight im Unterricht war die Demonstration des Foucaultschen Pendels: Die französischen Physiklehrer nutzen dabei die Höhe der Schulkirche aus, um anschaulich zu zeigen, dass sich die Erde dreht.

Natürlich durfte auf dem Programm ein Besuch in der französischen Hauptstadt Paris nicht fehlen. Die Fahrt mit dem günstigen Regionalzug dauerte aber nicht die versprochene knappe Stunde, sondern fast drei Stunden. Da man aber früh gestartet war, blieb reichlich Zeit, um Paris zu entdecken. Im beeindruckenden Louvre konnten die Mona Lisa und viele weitere Kunstwerke bewundert werden. Selbstverständlich spazierte die Gruppe auch zum Eiffelturm. Der Aufstieg zur Basilika Sacré-Cœur im Künstlerviertel Montmarte verlangte manchem Schüler eine sportliche Höchstleistung ab. Die „gefühlt tausend Stufen“ wurden jedoch mit einer fantastischen Aussicht über Paris belohnt. Auf dem Heimweg zu den Gastfamilien erlebten die deutschen Besucher, wie schnell man 200 km mit dem Hochgeschwindigkeitszug, dem TGV, hinter sich lassen kann und dass Le Mans eben doch nur eine Stunde von Paris entfernt liegt.

Auch wenn es ein unvergesslicher Tag in der französischen Hauptstadt war, waren viele froh, wieder zurück im kleineren und ruhigeren Le Mans zu sein. Am letzten Tag der Woche war wieder Unterricht angesagt und noch etwas Zeit zum Shoppen in der Stadt. Bereits am Abend musste die Heimreise mit dem Bus angetreten werden. Die Schüler waren sich einig: Die Zeit in Frankreich ist viel zu schnell vergangen und der Abschied fiel allen schwer. Nun gilt es, die modernen Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen, in Kontakt zu bleiben und sich vielleicht auf eigene Faust wieder auf den Weg nach Frankreich zu den neuen Freunden zu machen.