2. Landespreis beim Bundes­wettbewerb Fremd­sprachen

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen, an dem deutschlandweit über 15000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, kann am JGG schon auf eine mehrjährige Tradition zurückblicken. So stellten sich im Wett­bewerbsjahr 2019 19 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 den anspruchsvollen Aufgaben in der Kategorie „Latein“. Allen Aufgabentypen war gemeinsam, dass sie durchwegs einen hohen Anteil an Kreativität beinhalteten. So sollte im Anschluss an eine Karikatur ein Gespräch verfasst oder den einzelnen Bildern eines Comics die passenden Aussagen zugeordnet werden. Herausfordernd im Fach Latein war auch, dass es eine Aufgabe zum Hörverstehen gab, was für die Teilnehmenden neu war, da sich der Lateinunterricht meist auf geschriebene Texte beschränkt. Zudem musste im Vorfeld selbständig von jedem Teilnehmer ein Video gedreht werden. Hier stand zur Auswahl, eine antike Persönlichkeit oder einen Gegenstand, den es im alten Rom noch nicht gab, vorzustellen. Dabei zeigt sich die große Kreativität der Schülerinnen und Schüler: vom Thermomix über das Handy bis hin zum Fön wurden moderne Geräte auf Lateinisch erklärt. Die antiken Persönlichkeiten verkörperten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb teils selber, teils mit Hilfe von Playmobil- oder Papierfiguren. Ganz schön viel Arbeit! Dafür wurden auch fleißig Familie und Freunde eingespannt, manche investierten überdies viel Zeit in die technische Ausarbeitung. Neben einer Übersetzung und einem Grammatikteil stand im Fach Latein das Thema „Alltagsleben in Rom“ im Vordergrund. In der geforderten Tiefe gehört das Thema nicht zu den Standardthemen des Lehrplans und musste – ebenso wie bestimmte Grammatikphänomene – deswegen von den Schülerinnen und Schülern selbständig neben ihrem „normalen“ Unterricht vorbereitet werden. Auch zeitlich war der Wettbewerb anspruchsvoll, da die Prüfung einen ganzen Vormittag dauerte. Dennoch machte es den 19 Teilnehmern Spaß, sich einmal auf ganz andere Weise in der jeweiligen Wettbewerbssprache auszudrücken und sich mit überraschenden Aufgabentypen auseinanderzusetzen. Schließlich hat sich die Mühe gelohnt: Elisabeth Raab aus der 8. Klasse gewann einen 2. Landespreis und darf zum großen Sprachenfest nach Dachau reisen. Außerdem erhält sie ein Preisgeld.