Materialien für das P-Seminar Weltreligionen

Projektseminare – kurz: P-Seminare – dienen in der Oberstufe des Gymnasiums dazu, dass sich die Schülerinnen und Schüler in Teamarbeit einer ganz konkreten Zielsetzung im Sinne eines Projektes widmen, das Erreichen dieses Ziels über ein selbstgestricktes Projekt­management ansteuern und dabei mit externen Partnern kooperieren. Am JGG hat sich das von Oberstudienrätin Stefanie Nußer P-Seminar Religion unter dem Motto „Weltreligionen – sehen, hören, fühlen … glauben?!“ vorgenommen, auf ganze besondere Art und Weise Zugänge zum Thema „Religion“ zu schaffen. Und dabei hoffen sie auf Ihre Mithilfe! Die Q11-Schülerinnen Jana Liske, Mona Schober und Lara Stockbauer berichten: Ästhetische Bildung ist die Entwicklung und Differenzierung der Wahrnehmung. Es geht dabei um die Ausbildung von Wahrnehmungsfähigkeiten und damit um die Arbeit mit allen Sinnen. […] Durch die ästhetische Bildung “be-greifen” die Kinder die Welt.”

Mit dieser Idee – zitiert aus dem Fachwörterbuch für pädagogische Fachkräfte – im Hinterkopf ist das P-Seminar Religion 2018/2020 in die Oberstufe gestartet. 16 Jugendliche haben es sich zum Ziel gesetzt, in fünf Kleingruppen mithilfe selbst angelegter Material­sammlungen ihren jüngeren Mitschülern/innen die großen Weltreligionen näherzubringen. Zu viert bzw. zu dritt erarbeiten die Seminarteilnehmer Stationen zu verschiedenen Glaubens­richtungen, die dem Prinzip von Lernzirkeln bzw. Freiarbeitsmaterialien gleichen. Aufbewahrt werden die Sammlungen in Kisten, die schon mit ihrer äußeren Form dem ästhetischen Lernen dienen sollen. Sie müssen also in Form, Aufbau und Gestaltung möglichst viele Sinne ansprechen. Wie sie dies realisiert, bleibt der einzelnen Gruppe überlassen. Denn Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit sind wichtige Zielkompetenzen eines P-Seminars. So hat es sich das Team, das das Judentum bearbeitet, zur Aufgabe gemacht, ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und die Kiste eigenhändig zu bauen. Die Gruppe „Hinduismus“ hingegen hat sich um die Hilfe eines externen Partners in Form eines Schreiners gekümmert und setzt auf Kreativität in der Materialsammlung. IN den Kisten finden sich bei allen fünf Gruppen informative Texte über die wichtigsten Fakten der Religionen sowie Gegenstände, die die einzelnen Glaubensrichtungen repräsentieren. Hierbei zählt es zur Aufgabe der einzelnen Arbeitsteams, alle Sinne der Schüler/innen anzusprechen. Die Gruppe „Hinduismus“ hat z.B. bereits eine sehr kreative Station zu einer Art Hennamalerei entwickelt und fördert dadurch die Haptik der zukünftigen Verwender/innen. Die Gruppe „Buddhismus“ spricht das Riechen und Sehen durch den  Aufbau eines Gebetsaltars an. Jede Kiste beinhaltet etwa fünf bis sieben Stationen, die von den Unter- und Mittelstufenschülern in einem Zeitfenster von 6-8 Schulstunden entdeckt werden dürfen.

In Abständen von zwei bis drei Wochen erarbeiten die Seminarteilnehmer daher immer wieder neue Lerninhalte und präsentieren diese der Kursleiterin Stefanie Nußer. Um alle Sinne adäquat in die Stationenarbeit integrieren zu können, sind die P-Seminaristen aber auf die Hilfe und Geschenke von Religionsgemeinden oder Privatpersonen angewiesen.

Besonderer Dank gilt hierbei Monsignore Alfred Ebner! Er bot, kaum hatte er von diesem Projekt erfahren, großzügigst seine Unterstützung an. Bei einem Treffen mit dem P-Seminar am JGG überließ er den Teilnehmern/innen, viele wertvolle christliche Glaubenssymbole, wie einen Rosenkranz mit einer Kreuzmedaille des Hl. Benedikt, eine Hinterglasmalerei vom Heiligen Alfred, ein Votivbild aus dem frühen 20. Jahrhundert u.v.m., und überzeugte sich von den Fortschritten der Gruppenarbeit. Er hörte sich die Präsentationen nicht nur interessiert an, sondern steuerte auch einige Vorschläge zur Weiterarbeit bei.

Sollten Sie, liebe Besucher unserer Website, Materialien für unsere anderen Gruppen (Hinduismus, Buddhismus, Judentum…) haben, erreichen Sie uns unter der E-Mail-Adresse  SeminarReligion@gmx.de. Ein herzliches Vergelt´s Gott bereits im Voraus!