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» Tag der offenen Tür

Von Christian Weishäupl

Waldkirchen. „Gymnasium, wir kommen!“ So lautete das Fazit vieler Viertklässler nach dem „Tag der offenen Tür“ des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums Waldkirchen. Zahlreiche Übertrittswillige aus den umliegenden Grundschulen haben mit ihren Eltern die Gelegenheit genutzt, hinter die Türen zu schauen, einen ersten Einblick in das Leben am JGG zu gewinnen und sich über das schulische Bildungs- und Betreuungsangebot zu informieren. Nach dem musikalischen Auftakt durch die Big-Band gab Schulleiterin Josefa Stamm bei ihrer Begrüßung in der vollbesetzten Aula das Motto des „Tag der offenen Tür“ vor: das JGG als „Lernort und Lebensraum“ kennenlernen.

Und das ist der Schulfamilie auch heuer wieder gelungen: Zahlreiche Fachschaften, Klassen und schulische Arbeitsgemeinschaften hatten ein facettenreiches Programm zusammengestellt, um den Besuchern die Schule zu präsentieren. Für die künftigen Fünftklässler war dazu – aufgeteilt auf sieben geführte Gruppen – eine Rallye durch die Schulanlage vorgesehen. Die Kids besuchten dabei die Römer, die Theatergruppe, sie schauten in der Kunst und bei den Schulsanitätern vorbei, machten ein Bio- bzw. ein Geographie-Quiz, lauschten Gruselgeschichten, reisten in die Vergangenheit, knobelten bei mathematischen Spielerein oder bestaunten die Werke des „Pluskurs Legotechnik“.

Etwas Besonderes hatte sich dieses Mal die Klasse 7c im Rahmen des Religionsunterrichtes einfallen lassen: Torwandschießen mit sog. Bananenbällen nach dem Motto „Kick for Africa“. Der Erlös hieraus nämlich ist für ein Afrika-Projekt bestimmt. Natürlich durfte auch das alljährliche Highlight nicht fehlen: die bunten, faszinierenden Versuche in der Chemie, wobei die Kinder teils auch selbst experimentieren durften. In einem auch für die Eltern sehr ansprechenden Vortrag informierte JGG-Chefchemiker Dr. Andreas Kämmerer über das Wesen seines Faches und ließ es dann – im wahrsten Sinne des Wortes – im Chemiesaal krachen.  Bevor’s zum Abenteuer-Parcours in die Turnhalle ging, durften sich die Kinder in der Schulmensa stärken.

Auch die Eltern konnten in die Aktivitäten hineinschnuppern. Zuvor gab es für sie jedoch allerhand Informationen rund um den Übertritt, das Gymnasium im Allgemeinen und die Angebote und Möglichkeiten am JGG im Besonderen. Dazu standen neben Oberstudiendirektorin Josefa Stamm auch die Mitglieder der erweiterten Schulleitung sowie Beratungslehrer Werner Gregori zur Verfügung. Auf besonderes Interesse stieß abermals das Angebot der „Offenen Ganztagsschule“, über das der stellvertretende Schulleiter Dr. Claus Kappl informierte. Groß war auch das Interesse an der sog. „Fußballklasse“, die im Rahmen der „Stützpunktschule Fußball“ in der 5. Jahrgangsstufe eingerichtet ist. Durch dieses Förderprogramm soll fußballbegeisterten bzw. -talentierten Schüler die Möglichkeit geboten werden, sportliche Leidenschaft und schulisches Lernen besser miteinander verbinden zu können.

Ein Novum gibt’s zum neuen Schuljahr für die musikalisch besonders begabten Schüler: Es ist geplant, in Zusammenarbeit mit der „Musikakademie Waldkirchen“ eine Instrumentalklasse anzubieten. Dabei sollen die Kinder in der 5. und 6. Jahrgangsstufe – weitgehend in den regulären Musikunterricht integriert und durch eine reine Instrumentalstunde am Nachmittag ergänzt  – die Grundlagen eines ensemblefähigen Instruments erlernen, welches dann ab der 7. Klasse als Wahlfach weiterbelegt werden kann. Das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten in den Ensemblestunden soll die Schüler von Anfang an motivieren. Auf welch bemerkenswertem Niveau die Schulmusik am JGG steht, wurde auch während des „Tags der offenen Tür“ deutlich: Den ganzen Vormittag über war in der Aula unter Gesamtleitung von Oberstudienrat Thomas Gabriel ein musikalisches Medley mit verschiedenen Ensembles – vom Männerensemble bis hin zur Schulband – zu hören.    

Um mit der Schulleitung oder einzelnen Lehrkräften ins Gespräch zu kommen, hatte der Elternbeirat in der Aula ein kleines Kaffee-Bistro aufgebaut. Manche Besucher wurden auch von den engagierten Jungjournalisten der neugegründeten Schülerzeitung interviewt, deren erste Ausgabe in Bälde erwartet wird. Außerdem gab’s für die Eltern Infos zum Deutschunterricht in der 5. Klasse, über das Fair-Trade-Engagement der Schule sowie über das Unterstützungsangebot, das unter anderem individuelle Fördermöglichkeiten vorsieht.   

Und so wurde den Viertklässlern und ihren Eltern ein umfassender Einblick in ein lebendiges Johannes-Gutenberg-Gymnasium gewährt, das seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag ernst nimmt und das Vertrauen der Elternschaft zu schätzen weiß. Viele Besucher waren sich am Ende sicher: „Spätestens im September sehen wir uns wieder, JGG!“

Damit dem Übertritt nichts im Wege steht, weist die Schulleitung auf einige Punkte hin: Künftige Schüler können in der Woche vom 8. bis 12. Mai 2017 im Sekretariat der Schule angemeldet werden, das Anmeldeformular kann vorab online unter www.jgg-waldkirche.de abgerufen und bearbeitet werden. Zur Einschreibung sind eine Geburtsurkunde bzw. das Familienstammbuch sowie das Übertrittszeugnis mitzubringen. Für die Zuerkennung der gymnasialen Eignung ist ein Notendurchschnitt aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht von 2,33 maßgebend. Falls ein Probeunterricht erforderlich ist, so findet dieser von 16. bis 18. Mai in den Fächern Deutsch und Mathematik statt. Studiendirektor Werner Gregori, der Beratungslehrer der Schule, berät unschlüssige Eltern gerne. Stets aktualisierte und umfassende Hinweise finden sich auf der Homepage der Schule. –chw 

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Aufmerksam verfolgten die zahlreichen erwachsenen Besucher die Ausführungen von Oberstudiendirektorin Josefa Stamm, die am „Tag der offenen Tür“ eine pulsierende Schule vorstellen konnte.

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Eine Pausenhalle voller künftiger Gymnasiasten: Die jungen Besucher des „Tags der offenen Tür“ trafen sich in der unteren Aula für die Schulhaus-Rallye.

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Alljährlich ein Highlight, allen voran auch für die erwachsenen Besucher: die faszinierenden Chemie-Versuche, die Studiendirektor Dr. Andreas Kämmerer demonstrierte.

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Groß war das Interesse für die Modelle des „Pluskurs Lego“, die sich in Bewegung setzten oder ähnlich wie ein Kran Lasten beförderten. Oberstudienrätin Christine Domani hatte hier viele Fragen zu beantworten.

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Um anatomisches Wissen ging’s bei einem Bio-Quiz. Die Kinder hatten sichtlich Spaß mit den interessanten Modellen, die auch im Unterricht der Unterstufe verwendet werden.

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Auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begaben sich Oberstudienrat Marcus Erlmeier und Studienreferendarin Lisa Scheer mit den Viertklässlern.

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Der „Tag der offenen Tür“ wurde von einem musikalischen Medley (im Bild: der Auftritt des Männerensembles) umrahmt. Um musikalische Begabung noch weiter fördern zu können, soll’s künftig am JGG in der Unterstufe spezielle Instrumentalklassen geben.

 

 


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