Oktober 2018
M D M D F S S
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        
<< < > >>


» Fächer » Deutsch

Deutsch

„Deutsch ist ein Leitfach gymnasialer Schulbildung. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Bildungsziele des Gymnasiums und zur Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler bis zur Allgemeinen Hochschulreife. […] Der Deutschunterricht am Gymnasium ist integrativ angelegt und seit jeher auf Kompetenz­erwerb ausgerichtet. Langfristigkeit und Nachhaltigkeit, bewusste Bewältigung situationsgebundener und anwendungsbezogener Aufgaben, Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, Individualisierung und fächerübergreifendes Arbeiten verlangen vom Deutschunterricht eine enge Vernetzung der verschiedenen Teilbereiche des Faches.“ Soweit die Charakterisierung des Fachprofils Deutsch im LehrplanPLUS, nach dem ab dem kommenden Schuljahr in der 5. Klasse und dann sukzessive in den weiteren Jahrgangsstufen zu unterrichten ist. Sicherlich wird die Lehrplanumstellung für die Gestaltung von Unterricht und Leistungserhebungen einige Neuerungen mit sich bringen, etwa hinsichtlich der Aufgabenkultur oder des sog. „erweiterten Textbegriffes“. Dass der Deutschunterricht am Johannes-Gutenberg-Gymnasium jedoch auch ohne LehrplanPLUS durchaus „integrativ angelegt“ und „auf Kompetenzerwerb ausgerichtet“ ist, zeigt auch eine Rückschau auf die zahlreichen kreativen Projekte und Aktivitäten inner- und außerhalb des Klassenzimmers, die im Schuljahr 2016/17 ihren Beitrag dazu leisteten, unseren Schülerinnen und Schülern eine besonders lebendige Begegnung mit sprachlichen, literarischen und kulturellen Bildungsinhalten zu ermöglichen. Folgende Aktivitäten seien erwähnt:

Gerade in der Unter-, aber auch in der Mittelstufe bildet die Förderung der Lesemotivation einen gewissen Schwerpunkt im Bereich des projektorientierten Arbeitens: Die Schüler der 5. Klassen gestalteten nicht nur den „Welttag des Buches“ in Zusammenarbeit mit Frau Birgit Nagel (Buchhandlung Pollner), sondern durften auch dem „Lesekünstler“ und Jugendbuchautor Stefan Gemmel lauschen, der wie alle Jahre zu einem außerordentlichen Leseabenteuer einlud. In der 6. Klasse stand die Teilnahme am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels auf dem Programm, Lektüresequenzen wurden meist in Form von Leseprojekten, etwa der Konzeption einer kleinen Ausstellung oder der Gestaltung von Lesetagebüchern, durchgeführt. Ein Highlight für manche Klassen war sicherlich die Lesenacht, ausgeschmückt mit Spuk- und Gruselgeschichten oder einem Spaziergang durch den Zauberwald. Klassenbesuche in der Buchhandlung Kunze, eine Exkursion ins Adalbert-Stifter-Museum in Lackenhäuser oder die Autorenlesung mit dem für seine historischen Romane bekannten niederbayerischen Schriftsteller Richard Dübell führten den Gedanken der Lesemotivation in der Mittelstufe fort.

Mit Blick auf die Förderung der Methodenkompetenz bzw. der beruflichen Orientierung standen in den Jahrgangsstufen 8 und 9 im Rahmen des Deutschunterrichts auch die Gestaltung eines Weblogs oder ein Bewerbertraining in Kooperation mit der AOK bzw. der Sparkasse Freyung-Grafenau auf dem Stundenplan. Alle drei 8. Klassen haben sich zudem abermals am Projekt „Zeitung in der Schule“ beteiligt und sich dabei mit eigenen kleinen Beiträgen für den Lokalteil der Passauer Neuen Presse erfolgreich als Nachwuchsjournalisten versucht.

Einen Vorgeschmack auf den „erweiterten Textbegriff“ – künftig kommt dem Medium Film als Kultur- und Bildungsgut im Lehrplan des Faches Deutsch eine weitaus bedeutendere Rolle zu, teilweise können sogar Lektüren durch die Besprechung eines Films substituiert werden – gab’s im Rahmen der SchulKinoWoche Bayern. Mehrere Klassen der Jahrgangsstufen 5 mit 10 nutzten das auf den Lehrplan bzw. unterrichtsrelevante Themen abgestimmte Angebot und kamen bei „Tschick“ oder „Gregs Tagebuch“ auf ihre Kosten. Parallel dazu rückte im Unterricht der produktive, aber auch kritische Umgang mit audiovisuellen Medien in den Mittelpunkt der Betrachtung. 

Nicht zuletzt sei an dieser Stelle auch der schöne Erfolg des P-Seminares Deutsch erwähnt, bei dem vierzehn Schülerinnen und ein Schüler der Q12 die Autorenrolle einnahmen, den Erzählband „Stillstand ... und für einen Moment stand die Welt still“ gestalteten und diesen in Zusammenarbeit mit dem SüdOst-Verlag veröffentlichten. Das Projekt wurde mit dem niederbayerischen P-Seminar-Preis ausgezeichnet.

Ch. Weishäupl, Fachbetreuer

 

 

 

 


(Diese Seite drucken)