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Sozialkunde im Schuljahr 2015/16

Aktualität ist – neben der Kontroversität – das zentrale Prinzip im Sozialkundeunterricht. Mit ihr findet das Tagesgeschehen, die politische Wirklichkeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Eingang ins Klassenzimmer. Im Aufgreifen und in der sachlichen Diskussion tagesaktueller Schlagzeilen, Entwicklungen und Kontroversen liegt zudem eine große Chance für die Motivation der Schülerinnen und Schüler, ebenso erreicht ein am aktuellen Geschehen orientierter Sozialkundeunterricht das, was das eigentliche Ziel des Faches ausmacht, nämlich dazu beizutragen, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu politisch mündigen und verantwortungsbewussten Staatsbürgern zu erziehen.

Selten konnte das Prinzip der Aktualität im Sozialkundeunterricht so breitgefächert aufgegriffen werden wie in diesem Jahr. Für nahezu alle Lehrplanbereiche der Jahrgangsstufen 9 bis 12 bot sich ein aktueller Bezug, z.B.:

  • Der Zustrom an Flüchtlingen, der gewissermaßen „vor der Haustür“ – wir erinnern uns an die Fernsehbilder aus Wegscheid, an die Ankunft unzähliger Flüchtlingen am Passauer Bahnhof, an die Notunterkünfte auch im hiesigen Landkreis – im letzten November seinen Höhepunkt erreicht hatte, war über die Jahrgangsstufen hinweg Thema im Sozialkundeunterricht, egal ob bei „Toleranz und soziale Integration als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben“ (Sk 9.1 im WSG-W) oder „Grundlagen unserer Verfassungsordnung“ (Sk 10.1, hier insbesondere auch beim Teilbereich „politischer Extremismus“). Selbstverständlich bildete die Flüchtlingsthematik auch die exemplarische Grundlage, wenn es um Wege der Kompromissfindung in der Europäischen Union (Sk 12.1) oder um „Friede und Sicherheit als Aufgaben der internationalen Politik“ (Sk 12.2) ging.
  • Das umstrittene Flüchtlingsabkommen mit der Türkei sowie die politischen Entwicklungen in der „neuen Türkei“ Erdogans waren natürlich Thema bei der „Gegenüberstellung grundlegender Prinzipien des demokratischen Verfassungsstaates und wesentlicher Merkmale von Diktaturen“ (Sk 11.2.1).
  • Die viel beachtete Bundespräsidentenwahl in Österreich lieferte den Anlass zur Diskussion, ob auch hierzulande das Staatsoberhaupt direkt vom Volk gewählt werden sollte (vgl. „Vorschläge zur Weiterentwicklung des demokratischen Systems in der Bundesrepublik Deutschland“ Sk 11.2.2).
  • Die Zunahme rechter Straftaten, aber auch der in Deutschland und anderen europäischen Ländern zu beobachtende Zulauf zu entsprechenden Parteien lieferten eine inhaltliche Steilvorlage bei der Auseinandersetzung mit den „Herausforderungen für die Demokratie“ (Sk 10.1).

Über den regulären Unterricht hinaus konnten auch in diesem Schuljahr wieder mehrere Projekte, Exkursionen und „außertourliche“ Veranstaltungen im Sinne der politischen Bildung durchgeführt werden:

  • MdL Alexander Muthmann gestaltete mit der Klasse 9c im Rahmen der Europawoche eine in lockerer Gesprächsatmosphäre stattgefundene Unterrichtseinheit zum Thema „Bayern in Europa“.
  • Die Klasse 10b nahm in Lambach am dreitägigen Simulationsspiel  „POLIS“ teil und löste dabei – zumindest im Planspiel – drängende Probleme der Weltpolitik.
  • Die drei 10. Klassen brachten sich anlässlich der vor Weihnachten abgehaltenen Projekttage zur Flüchtlingsthematik engagiert in den von der Europäischen Akademie abgehaltenen Workshop „Hilfe, oder wir kommen! Flüchtlinge in Europa“ ein, dessen Höhepunkt eine in der Aula durchgeführte Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Kirche und Gesellschaft war.
  • Jugendoffizierin Sarah Menauer informierte die Schüler der Q12 in einem Vortrag über die weltweite Gefährdung von Frieden und internationaler Sicherheit sowie über die Arbeit der Bundeswehr im globalen Feld.

StR Weishäupl


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