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Deutsch-tschechische Schülerbegegnung in Horská Kvilda

Das gab’s noch nie in der seit über 25 Jahren bestehenden Schulpartnerschaft zwischen dem Johannes-Gutenberg-Gymnasium Waldkirchen und dem Gymnasium im tschechischen Vimperk: Erstmals begaben sich 38 Schülerinnen und Schüler beider Schulen gemeinsam auf eine mehrtägige Exkursion. Ziel war der Nationalpark Šumava, wo die Jugendlichen unter dem Leitspruch „Natur kennt keine Grenzen“ nicht nur die naturräumliche Idylle des Böhmerwaldes erkundeten, sondern auch die bayerisch-tschechische Freundschaft pflegten.

Im Rahmen der Schulpartnerschaft war es bisher vor allem zu kollegialem Austausch sowie zu gegenseitigen Besuchen und Tagesaktivitäten einzelner Klassen und Lerngruppen gekommen. Um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und insbesondere auch Schülerbegegnungen im größeren Rahmen zu ermöglichen, initiierten Oberstudiendirektorin Josefa Stamm und ihr Winterberger Kollege Jan Heřta nun die dreitägige Nationalpark-Exkursion im Sinne eines Pilotprojektes. Für das Johannes-Gutenberg-Gymnasium trat die Klasse 8b, begleitet von Studienrat Jürgen Schanzer und Studienreferendarin Annalena Post, die Reise nach Tschechien an. In Horská Kvilda, wo man im Informationszentrum des Nationalparks bei bestem Wetter  auf 1070 Metern Seehöhe Quartier bezog, wurde die Gruppe bereits von der tschechischen Partnerklasse erwartet.

In thematischer Hinsicht stand die Erkundung des Naturraumes der „Šumava“ (Böhmerwald) im Mittelpunkt. In Kleingruppen wurden die Ökosysteme Wald und Wiese sowie die artenreiche Tierwelt des Schutzgebietes genauer unter die Lupe genommen. Bereits am Ankunftstag beschäftigten sich die Schüler mit Gipfel- und Gletscherseen in der Šumava, zudem wurden Tiere und Pflanzen bestimmt. Am zweiten Tag des Aufenthaltes stand eine Ganztagestour unter dem Motto „Die Šumava mit allen Sinnesorganen wahrnehmen“ auf dem Programm, entlang des Schwarzenberg’schen Schwemmkanals erhielten die Jugendlichen außerdem Einblicke in das Leben und Arbeiten im alten Böhmerwald. Tags darauf erkundete man bei einer geführten Tour die Vogelwelt des wunderbaren Naturraumes. Die fachkundige Betreuung erfolgte durch Mitarbeiter des Nationalparks. Eine Herausforderung für die Schüler bestand darin, die wichtigsten Begriffe zur Beschreibung von Flora und Fauna ins Deutsche bzw. Tschechische zu übersetzen, sodass bereits nach kurzer Zeit die ersten Berührungsängste abgebaut werden konnten.

Auch an den Abenden gab es am Lagerfeuer reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Bekanntschaften aufzubauen. Und so zeigte sich den Schülern sehr schnell, dass nicht nur die Natur, sondern auch Freundschaften weder kulturelle noch geographische Grenzen kennen. Und genau das war vorab auch zum Ziel des Projekts erklärt worden, nämlich die freundschaftlichen grenzüberschreitenden Kontakte zwischen den beiden Schulen weiterzuentwickeln, welche nun durch die Nationalparkexkursion auf eine neue Stufe gestellt wurden. Nach dem erfolgreichen Verlauf hofft man nun auf beiden Seiten, dass es nicht bei einem Pilotprojekt bleibt, sondern dass die Exkursion auch in den kommenden Schuljahren wiederholt wird.

Besonders freute man sich an beiden beteiligten Gymnasien, dass das Projekt durch Mittel aus dem Dispositionsfonds „Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Freistaat Bayern – Tschechische Republik Ziel ETZ 2014-2020“ gefördert werden konnte. JGG-Schulleiterin Josefa Stamm bedankte sich besonders auch bei den Kollegen aus Vimperk, welche die Hauptorganisation vor Ort übernommen hatten. –chw

 

 

 

 

 

 

 

Foto: JGG

Deutsch-tschechische Schülerbegegnung in Horská Kvilda: 38 Schülerinnen und Schüler der Gymnasien Waldkirchen und Vimperk erkundeten drei Tage lang den Nationalpark Šumava.


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