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Die Augen öffnen über die Gefahren der sozialen Netzwerke

Experten informieren am JGG über „Online-Kommunikation für Jugendliche“

 

Waldkirchen. Die Schüler der 9. Klassen des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums staunten nicht schlecht, als zwei Studentinnen und ein Student der Universität Passau sie mit ihren Facebook-Kontakten konfrontierten. In einer Schulstunde der besonderen Art lernten die Mädchen und Jungen, die fast alle in den bekannten sozialen Netzwerken vertreten sind, die Vorteile und Gefahren der Communities bis ins Detail kennen. Zweites großes Thema in einer weiteren Stunde war Cyber-Mobbing, das mit einem ausführlichen Vortrag und spannender Projekt-Arbeit bearbeitet wurde.

Noch vor dem ersten Treffen hatten sich die drei Studenten nur mit Hilfe der Kenntnis der Schülernamen auf die Suche im Netz gemacht. Sie förderten dabei eine große Menge an Daten zutage, die jeder Facebook-Nutzer sehen kann. Diese Öffentlichkeit ihrer Accounts war den meisten Schülern gar nicht klar. Und so waren plötzlich peinliche Fotos und Familien-Interna vor den Neuntklässlern ausgebreitet. Für die meisten sehr witzig, für die Betroffenen aber ein Schock.

Mit Hilfe dieser Erkenntnisse verdeutlichten die Experten, dass durch diese Einsehbarkeit vielen Kriminellen Tür und Tor geöffnet werden. Und sie stellten klar: Was einmal im Netz steht – egal ob als Bild oder als Text – wird für immer irgendwie zu finden sein.

Kompetent erklärten sie den jungen Nutzern, wie sie Privates sicher verschlüsseln können. Die Schüler machten sich an den Computern gleich ans Werk und sicherten ihre Seiten ab, mit tatkräftiger Unterstützung der Studenten.

Die Referenten stellten auch klar, dass es inzwischen kein Unternehmen mehr gibt, das seine Bewerber nicht vorab auf Herz und Nieren – und auf ihr Privatleben im Internet durchleuchtet.

Einen großen Teil eines weiteren Vortrags machte das Thema Cybermobbing aus. Zum Einstieg zeigte das Team einen schockierenden Film über Opfer- und Täterrolle beim Cybermobbing. Mit diesen Anregungen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler dann Plakate zum Thema und die Grundlagen für eine ausführliche Diskussion. Eigene Erfahrungen mit Cybermobbing und ein Gespräch über bekannte Vorfälle rundeten diesen Bereich ab.

In einer Diskussion, wie man als Betroffener mit der Situation des Cybermobbings umgeht, und wie man Mobbingopfern helfen kann engagierten sich die Mädchen und Jungen und dokumentierten klar ihr „Nein“ zum Cybermobbing. Sie verpflichteten sich, mit dieser Thematik wachsam umzugehen.

 (Benedikt Blochberger und Niklas Finnemann)

 


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