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Den Geheimnissen der Erdkruste auf der Spur

Exkursion des Geologiekurses zum tiefsten Loch Mitteleuropas

Wesentlicher Bestandteil des Erweiterungsfaches Geologie ist eine zweitägige Exkursion in die nördliche Oberpfalz. Als Ziel wird das Geozentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung in Windischeschenbach angesteuert. Dort wurde von 1990 bis 1994 bis auf eine Endteufe von 9101 m gebohrt. Damit wurde zwar der Weltrekord nicht geschafft – auf der Halbinsel Kola in Russland wurden 12 km erreicht – aber wichtige Fortschritte der Bohrtechnik erzielt und viele Erkenntnisse über den Aufbau der Erdkruste gewonnen. Bei diesem Projekt entwickelten die Ingenieure und Wissenschaftler die Horizontalbohrtechnik, die beispielsweise bei der Rettung der chilenischen Bergleute im Oktober 2010 eingesetzt wurde. Bereits auf der Fahrt zum Exkursionsziel ist man den Geheimnissen der Erdgeschichte auf der Spur. Beim Geotop „Großer Pfahl“ in Viechtach besichtigt der Kurs zusammen die imposante Mauer aus Quarz. Dieser ist an der 150 km langen Störungszone des Bayerischen Pfahls entstanden, der den gesamten Bayerischen Wald durchzieht. Ebenfalls zu den schönsten Geotopen Bayerns zählt die Wackersdorfer Braunkohle. Mit Erlaubnis des Eigentümers E.on kann der ehemalige Tagebau mit seinen Kohleflözen untersucht werden. Im Geozentrum der KTB werden die Schüler im Modul Plattentektonik in die Erdgeschichte entführt. Sie erfahren auf anschauliche Weise viel Neues über Entstehung und Entwicklung der Erde. Am zweiten Tag der Unterrichtsfahrt steht zunächst die Arbeit im Labor auf dem Programm. Verschiedene Gesteine werden genau untersucht. Mit Hilfe von Kratztest, Untersuchung unter dem Mikroskop, Salzsäuretest und Dichtemessung versucht jeder sein Handstück möglichst genau zu bestimmen. Danach werden bei der Busexkursion die geologischen Besonderheiten der Region erarbeitet. Der wissenschaftliche Leiter des Geozentrums, Dr. Frank Holzförster, erläutert anhand der Felsenburg in Falkenberg die Entstehung des Granits und die Besonderheiten der Wollsackverwitterung. Die Reste dieser Zersetzung wurden in der Kaolingrube Schmelitz bei Tirschenreuth besichtigt. Die 80 m mächtige Schicht dieses Tonminerals bildet die Grundlage für die Porzellanindustrie in der Region. Die basaltische Schlotfüllung eines 24 Millionen Jahre alten Vulkans am Parkstein beeindruckt die interessierten Nachwuchsforscher. Hier können sie die sechseckigen Basaltsäulen von der Nähe ansehen und begreifen.

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Parkstein

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Schiefergestein

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Bohrturm

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