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Vortrag von Dr. Göttler am 21.07.2017

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe im Laufe des Schuljahres im Deutschunterricht immer wieder mit dem bairischen Dialekt und verschiedenen Autoren der niederbayerischen Literaturlandschaft beschäftigten hatten, kamen sie am Ende des Schuljahres in den Genuss, einem Vortrag des besonders auch in Waldkirchen bekannten Mundart- und vor allem Emerenz-Experten Dr. Hans Göttler von der Universität Passau zu lauschen, den Studienreferendar Walter Müller in die Aula des JGG eingeladen hatte.

Der erste Teil des kurzweiligen Vortrags stand ganz im Zeichen von Emerenz Meier. Die Schüler erhielten anhand des Gedichts „Wödaschwüln“ auf sehr unterhaltsame Weise Einblick in den kraftvollen Klang von Mundartlyrik, aber auch in die Schwierigkeit, die Lautung des altbairischen Dialekts zu verschriftlichen. Aus diesem Grunde, so Göttler, sei die Aussprache der verschriftlichten Mundartdichtungen auch für Dialektsprecher nicht immer ganz einfach. Anhand eines Gedichts des Tittlingers Max Peinkofer lernten die Schülerinnen und Schüler außerdem, wie in der altbairischen Mundart zwischen „zwe“, „zwo“ und „zwoa“ unterschieden und wann welche Form des standarddeutschen Wortes „zwei“ verwendet wird.

Im zweiten Teil des Vortrages erweckte Göttler die sieben Streiche von Max und Moritz zum Leben und eröffnete den Kindern Auszüge der von ihm ins Bairische übertragenen Wilhelm Busch-Verse, die er mit viel Herzblut und Ausdrucksstärke vortrug, wenngleich die beiden Lausbuben aufgrund ihrer „Draddssarein“ auch in der adaptierten Version am Ende in der Mühle des Müllers landen und diese mit dem Leben bezahlen müssen.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Schüler Felix Traxinger und Manuel Freund, die – was könnte besser zum Thema passen – mit ihren „Quetschn“ oder „Ziachn“ einige typisch bayerische „Stickl“ zum Besten gaben. –pnp

Foto: Weishäupl

   

 

 

 

 


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