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Exkursion der Jahrgangsstufe 9 nach Maushausen im Juni 2017

Einen Ort des Grauens, der Barbarei und des Todes erkundeten die Schüler der vier 9. Klassen des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums im Rahmen des Geschichtsunterrichts: das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich. Der geführte Rundgang durch das Areal und die Räume des einstigen Lagers führte Schülern und Lehrern gleichermaßen die unsagbaren Gräueltaten der Nazi-Verbrecherbande vor Augen und rief tiefe Betroffenheit und Bestürzung hervor.

 

Das KZ Mauthausen, 1938 kurz nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Hitler-Reich durch Häftlinge aus Dachau errichtet, war mit seinen 52 Außenlagern das größte in den damaligen „Donau- und Alpenreichsgauen“. Bis zur Befreiung durch US-amerikanische Truppen Anfang Mai 1945 diente es den Nationalsozialisten als Zwangsarbeits- und Vernichtungslager für Juden und viele weitere Opfergruppen. Noch im April 1945 wurden in der dortigen Gaskammer etwa 1.500 Menschen im Wahn der Machthaber getötet. Insgesamt mussten in Mauthausen etwa hunderttausend NS-Verfolgte unschuldig und grausamst sterben. Auf dem Gelände hat die Republik Österreich 1947 eine Mahn- und Gedenkstätte errichtet.

 

Über die Geschichte des Lagers, vor allem über den menschenverachtenden Umgang der SS-Wachmannschaften mit den Lagerhäftlingen wurden die Neuntklässler während der Exkursion von jungen österreichischen Studenten und Wissenschaftlern eingehend informiert. Begonnen hatte der Tag im ehemaligen Steinbruch „Wiener Graben“. Von dort aus wurden sie von den Geschichtslehrern Eva Straßmüller-Kovacs, Marcus Erlmeier und Michael Rieger über die 186 – heute ausnivellierten – Steinstufen der sog. „Todesstiege“ zum eigentlichen Lager hinauf begleitet. Dort hatten die im Steinträgerkommando eingesetzten Häftlinge unentwegt Granitblöcke von bis zu 50 Kilogramm nach oben zu schleppen. Die extrem steile Treppe war Ort zahlreicher Unfälle und Morde an Inhaftierten, zumal sich die SS-Mannschaften damit vergnügten, schwerbeladene Häftlinge durch Fußtritte oder anderweitig zu Sturz zu bringen. Beim Gang nach oben war auch die sog. „Fallschirmspringerwand“ zu sehen, wo Ende März 1943 tausend holländische Juden 50 Meter tief in den Tod geschleudert wurden – „das braune Volk amüsierte sich“, so ein KZ-Überlebender.

 

Nach der Besichtigung der Gedenksteine und Mahnmale auf dem Areal sowie dem Besuch der Dauerausstellung im ehemaligen Krankenrevier des Lagers starteten die Klassen einen betreuten Rundgang durch das Lagergelände. Startpunkt war vor den dicken Lagermauern, wo im Schatten der Schornsteine der Verbrennungsöfen Freibad und Fußballplatz für die SS-Mörderbande und ihre Familien zur Verfügung standen. Diskutiert wurde dabei auch die Frage, inwiefern die Bewohner der umliegenden Gehöfte von den Vorgängen im Lager gewusst und weshalb sie nichts dagegen unternommen haben. Im Lager selbst wurden dann der Appellplatz, die Baracken und die Richtstätte besichtigt, wobei die Schüler Abscheu verspürten, derartige Orte des Grauens überhaupt zu betreten. Besonders der „Raum der Namen“, wo jeder einzelne KZ-Tote verewigt ist, sowie die von den Angehörigen der Opfer angebrachten Erinnerungsbilder riefen bei den Jugendlichen tiefe Ergriffenheit hervor. –chw

 

 

 

Foto: JGG

 

An Ort und Stelle setzten sich die Schüler des Johannes-Gutenberg-Gymnasiums im ehemaligen KZ Mauthausen mit den Gräueltaten der Nazis auseinander. Das Bild zeigt sie am Fuße der sog. „Todesstiege“ (rechts).   

 


Unterrichtsgang Geschichte - Q11

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes besuchten zwei Kurse der Q11 unter der Leitung von OStR Seidel und OStR Mindl das Museum Am Goldenen Steig. Die Schüler informierten sich dort zum Themenbereich "Bewältigung von Not, Krankheiten und Naturgewalten" über Volksfrömmigkeit, Aberglaube und medizinische Versorgung.

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